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Pressemitteilung vom 18.11.2016

Fairmieter – 25% organisierte Wohnung vergessen?
JenaWohnen: maßlose Gewinnsucht treibt Mieten



Der Mieterverein hat in den vergangenen Tagen eine bundesweite Kampagne Fairmieter ausgerufen mit dem Ziel, die Vermieter zu einem freiwilligen Mieterhöhungsstopp zu bewegen. In Jena sei man jedoch an die Vermieter herangetreten, die jedoch ein Verzicht auf Mieterhöhungen in den nächsten 5 Jahren ablehnten.

Haus & Grund Jena ist sehr verwundert über diese Kampagne. Obwohl etwa 25% aller Jenaer Wohnungen von Privatvermietern im Verband Haus & Grund Jena organisiert sind, gab es niemanden im Mieterverein, der an uns herangetreten ist und dieses Konzept vorstellte.

„Fairmieter“ solle man schon werden, wenn der Vermieter auf eine Kaution verzichtet. JenaWohnen praktiziert dies seit langem, ist aber dennoch nicht vom Mieterverein als Fairmieter gekürt worden. Vielmehr wird deren ablehnende Haltung gegen das Konzept des Fairmieter in den Vordergrund gerückt.

Spannend ist auch eine weitere unbeantwortete Frage: Wenn die Vermieter mit einem Entgegenkommen zur Fairmieter werden, worin besteht dann das Entgegenkommen der Mieter? Gibt es dann beispielweise Absprachen, dass die Wohnung gemalert an den Vermieter wieder zurückgegeben wird? Man könnte sogar noch weiter gehen und ist so fair, dass man sich an das hält was im Mietvertrag steht, egal ob rechtlich wirksam oder nicht. Aber nein, dort möchte man natürlich nicht auf die durchaus komfortable Rechtsposition verzichten. Hilfreich wäre schon die simple Absprache, dass der Mieter sich voll und ganz an den Mietvertrag hält. Auch dazu fehlt jedes Wort. Worin liegt das Entgegenkommen der Mieter? Stattdessen wird auf die Möglichkeiten der Rechtsberatung verwiesen, um den Kreuzzug gegen die „Fairmieter“ weiter fortzuführen. Haus & Grund nennt dies nicht Fair. Es ist lediglich eine gute Kampagne zur Mitgliedergewinnung, in der vagen Hoffnung einen Fairmieter zu erwischen.

Letztlich soll auch an den Gewinn des städtischen Großvermieters JenaWohnen in Höhe von 17 Millionen Euro erinnert werden. Bei vermutlichen 13.000 Wohnungen der Gesellschaft zahlte jeder Mieter von JenaWohnen jedes Jahr 1.300 Euro zu viel. Das sind monatlich fast 109 Euro zu viel Miete, die dann für den Nahverkehr, die Kultur und so weiter verwendet werden. Haus & Grund weiß nur eins: Ein Wegfall dieser Mehrbelastung würde den Wohnungsmarkt in Jena radikal verändern und die Mieten drastisch sinken lassen. Solange sanierte Wohnungen in Winzerla für 6,50 Euro vermietet werden, darf niemand erwarten, dass die Wohnungen im Zentrum, West oder Jena-Ost unter 8 Euro sinken.

Eigentlich sollte jeder Mieter, der nicht bei JenaWohnen wohnt, an denen 3. Werktag im Monat eine Kerze in das Fenster stellen für all diejenigen, die diese maßlose Sondersteuer zahlen müssen. Zu dieser Maßlosigkeit passt auch die erst heute angekündigte Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren um bis zu 150 %.



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